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.ein neues weltprinzip

 

"Angewidert von den ewigen Versuchen einer desillusionierten Gesellschaft ihre Realität auf ein stückt Traum abzustellen dessen Grundlage der oberflächliche Reichtum ist, versuche ich mit verständnis entgegenzutretten und fühle dabei die eigene Verleumdung fussfassen"

 

 

Ein neues Weltprinzip

Es ist nicht möglich, dass mir irgend jemand irgend etwas auf dieser Welt sagen kann, das nicht „Gut“ ist. Autofahren, Fischen, Rauchen, Trinken und die Spassgesellschaft. Alles ist in einer gewissen Menge absolut unschädlich oder sogar förderlich. Unser Problem, oder der Weg für unsere Lösung ist, dass wir praktisch überall übertrieben haben.

Eigentlich verschönert das Wort Spassgesellschaft den Zustand unserer heutigen Gesellschaft enorm. Es lenkt vom Dilemma, in dem sich unsere menschliche Entwicklung befindet ab. Menschen haben Angst sich auf ihren inneren Wert zu verlassen, da dieser im Moment noch nicht mit Geld oder etwas anderem Wertgebenden gemessen werden kann. Auch glauben viele nicht an ihren inneren Wert, weil er nicht direkt im Leben umsetzbar ist. Der innere Wert wird über die stärkende Ergänzung seiner selbst wahrgenommen. Wer das Gefühl hat mit Materiellem ein jemand zu sein, ist genau so leer wie jemand der nur durch Beziehungen und Geld zu Macht kommt. Wer jemand ist, ohne ein Gut besitzen zu müssen, ist schon auf gutem Weg aus der Spassgesellschaft. Zum Glück ist nicht jeder Mensch auf unserer Erde dem totalen Spass verfallen. Und wie überall, ein bisschen Spass muss sein.

Die Spassgesellschaft funktioniert nach einem recht einfachen Prinzip. Sie versucht sich selber die Angst zu nehmen, oder sie zumindest zu verdecken. Zu den drei Hauptängsten unserer Gesellschaft zähle ich die Angst dem Leistungsprinzip der Spassgesellschaft nicht zu genügen, die Angst um den Verlust des Geldes und noch lange nicht zuletzt die Angst vor dem Verlust der Existenz. Die Spassgesellschaft lebt sich selber hoch, ohne die Auswirkungen um sich herum realisieren. Die Menschen haben in ihrer extrem egoistischen Weltsicht das wirkliche Miteinander und die Umwelt fast total vergessen. Es spielt keine Rolle, ob im Meer ein Öltanker ausgelaufen ist. Hauptsache es steht ein Warnschild mit „Schwimmen Verboten“ am Strand und die Strandbar hat bis um Mitternacht Happy-Hour. Menschen die nach dem Spassgesellschaftsprinzip funktionieren, legen selten eine eigene Kreativität an den Tag. Solange ein Fest organisiert wird oder die Läden geöffnet haben, ist Herr und Frau von Geld zufrieden. Sie suhlen sich in ihrer eigenen stagnierenden Existenz, unter dem Deckmantel der Spassgesellschaft. Die Fernsehsendungen sind voll mit Beiträgen über die Oberen Zehntausend, welche als Idole der Spassgesellschaft gelten. Der Durchschnittsbürger, der natürlich auch gerne zu den beliebten, reichen und beneidenswerten Stars gehören würde, holt sich seine Verbesserung der Laune im Zwischenprogramm bei Talkshows am Nachmittag, wo es meistens Menschen gibt, denen es noch schlechter geht als dem mitfühlenden Spassgesellschafter selber. Ich empfinde es als bemitleidenswert, wenn Bücher mit den Titel: „Optimistisches Denken“ oder „Endlich nicht mehr Depressiv“ zu Bestsellern, oder Motivationstrainer reich werden können. Das sind nur zwei kleine Auswirkungen auf unsere Unglück mit unserer Spassgesellschaft. Den richtigen Fernsehsender suchen ist einfacher als sich selber ein Unterhaltungsprogramm zusammenzustellen. Die Stunden die Menschen vor dem Fernseher verbringen sind, vor allem in Amerika, enorm. Die passive Unterhaltung, Drogenkonsum und Faulheit werden zum Kult ernannt und scheinen legitim. Mit den gesamten komplexen Zusammenhänge, welche unsere Spassgesellschaft auszeichnen, schaden wir uns, unserer Umwelt und unseren Mitmenschen durch das Verschwenden, Übervorteilen und Geldanhäufen kurz oder langfristig selber.

Wo müssen wir anpacken, um die wertverändernde Mentalität in Bewegung zu bringen? Es nützt ja bekanntlich nichts, mit einzelnen kleinen Beiträgen die Welt retten zu wollen. Die Tatsache, dass überall geholfen, gesammelt und gearbeitet wird freut mich, das es mir zeigt, dass sich die Menschen doch noch für mehr als ihr Ego interessieren. Um nachhaltig die Religionsdifferenzen, die Intoleranz zwischen den einzelnen Gruppen, die Gesundheit unserer Natur, die stabile Wirtschaft und die Wohlfahrt des Menschen zu sichern, müssen keine Symptombekämpfungen gemacht werden. Viel effizienter ist eine Neugestaltung unseres Fundaments. Unser Fundament ist die Basis, die uns Menschen, die Natur zusammen und untereinander verbindet. Die verschiedenen Auswüchse in die einzelnen Religionen Überzeugungen und Weltansichten haben alle ihren Ursprung in einem globalen gemeinsamen Fundament. Und dieses Fundament gilt es nach neuen, notwendig gewordenen Massstäben zu restrukturieren.

Die Restrukturierung basiert auf dem eigentlich einfachen Prinzip der Kompromisslösungen. Wo immer etwas entschieden werden muss, steckt ein Gehirn dahinter, welches Vor und Nachteile abwägen kann. Müssen zwei Gehirne zusammen die selbe Entscheidung treffen, hilft nur noch ein Kompromiss und ein sorgfältiges Abwägen der beiden Möglichkeiten. Sobald also mehr als ein Mensch eine Entscheidung fällt, braucht es das Prinzip des Rates, mit verschiedenen Vertreter der einzelnen Gruppen. Zuerst würde eine Art Weltreligionsrat gegründet, welcher die Konsense der einzelnen Religionen berücksichtigt und anhand einer globalen Glaubensbasis, welche die eigentlichen Grundsichten aller Religionen in ihrem wirklichen Sinne vertritt und vereint. Der Rat muss Glaubensdifferenzen unter den verschiedenen Religionen, sofern es dann noch verschiedene Religionen gibt, bereinigen und friedlich zu lösen wissen.

Falls die Menschen eine solchen Rat anerkennen, wird sich eine weltweite Welle der Toleranz unter den Mitmenschen herauskristallisieren. Eine grössere Toleranz bei jedem einzelnen, würde auch zwangsläufig die Toleranz gegenüber unserer Umwelt erhöhen. Dies Wiederum würde die Notwendigkeit einer Sanierung unserer Umwelt und unserer Natur viel mehr ins Zentrum stellen. Schlussendlich geht es nicht darum, ob unsere Erde noch existiert oder nicht, sondern es geht viel mehr darum, dass der Mensch eventuell noch einige Jahre länger auf dem eigentlich so schönen blauen Planeten Erde leben kann. Um die Natur nachhaltig retten zu können, benötigt es eine komplexe Restrukturierung unserer Wirtschaft. Die Wirtschaft selber wäre ja an sich kein Übel. Wie so oft aber ist die Ausbeutung, die Übervorteilung und das Egointeresse, als eigentlich die Idee unserer Spassgesellschaft, der wichtigste Faktor für die rapide Verschlechterung unseres Planeten. Es wäre Sinnvoll die Wirtschaft in einem gesunden Verbesserungsprozess umzubauen. In e4rster Linie muss man die Faktoren Erdölproduktionen, Abgas und Verbrennung, welche die zu den grössten und massivsten Einflüsse auf unserer Sphären haben, durch alternative erneuerbare Energien ersetzen. Das Hauptproblem dabei ist, dass sich unsere Wirtschaft quasi auf diesen Faktoren aufgebaut hat. Um einen schonenden, weltweiten Rohstoffwechsel zu vollziehen, ohne die Wirtschaft zu destabilisieren, braucht es eine grosse Toleranz, und das wissen von jedem einzelnen, dass es ihn benötigt. Zuerst muss im primären Wirtschaftssektor der Abbau von Rohstoffen auf die neuen Energien umverteilt werden. Das Geld muss so verteilt werden, dass umweltfeindliche Produktionen nach dem Genossenschaftsprinzip funktionieren können. Nach der globalen Umstrukturierung würden solche Unternehmen ganz verschwinden oder sich mit neuen Energiequellen und neuen Abfallsystemen dem Gleichgewicht anpassen. Unternehmen wie Autohersteller, müssten einen hohen Investitionskredit einsetzen können, um die Produktion von Benzinverbrennungsmotoren zum Beispiel auf Solar, Hybrid oder Wasserstoffmotoren umzubauen. Diese Investitionen würden gleichzeitig die Wirtschaft enorm ankurbeln. Die neuen Zentren die geschaffen werden müssen um das neue System aufrecht zu halten, schaffen neue Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten zur Integration der Drittweltländer. Die restlichen Faktoren welche noch auf dem alten System aufgebaut sind, würden allmählich dem neuen Weltprinzip angeglichen werden können.

Dieses System so neu aufzubauen, braucht eine weltweite Zusammenarbeit, geleitet von der selben Idee, die Menschheit mit der Natur in einen Einklang zu bringen und das nachhaltige Fortbestehen der Menschheit in Harmonie mit der eigenen Entwicklung und der natürlichen Entwicklung unserer Umwelt zu verbinden. Die einzelnen Differenzen der verschiedenen Völker, Kulturen und Religionen würden sich reduzieren. Der Mensch im eingefügten Fluss der Natur, wo er als Mensch endlich Mensch ist und nicht nur vor allem die destruktive Seite vertritt. Das alles ist unser innere Wert, der uns zusammen stärker macht, der uns unsere Ängste nimmt. Die Gründe für eine jetzige Situation erscheinen nachher als lächerliche, ja schon fast primitive Form, wie der frühere Mensch mit sich, seinen Ängsten und seiner Umwelt umgegangen ist.

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