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.ein blick

Gedankenvoll schaue ich auf den staubigen, mit Zigarettenstummeln vollgespickten Boden vor meinen Schuhen...was ich wahr nehme ist nicht die Tatsache des Platzes, sondern was wir aus unseren Plätzen gemacht haben...all das schöne...es wird ebenfalls zur Zielscheibe der revolutionären Gewalt. Wenn wir gedankenlos drauflos wüten nehmen wir auch unsere eigene Basis. Alle brauchen Kraft, doch die Kraft liegt nicht im Alkohol oder im THC. Wir betrachten passiv das Mögliche und ignorieren unseren Einsatzwille, ausfehlender Hoffnung auf die Macht des einzelnen. Es fängt tatsächlich bei jedem einzelnen an...und ich muss bei mir ebenso anfangen...doch auch fühle ich eine Gleichgültigkeit. ich bin zuwenig direkt betroffen...die Schmerzen, die ich fühle, halte ich distanziert, beschäftige mich damit wenn ich es für den richtigen Zeitpunkt halte. Ich selektioniere ohne relevante Priorität...wo steht mein Beitrag? Wo komme ich dazu? Es muss doch eine radikale Methode geben...Massenpsychlogie...jemand hat nur etwas zu bestimmen solange jemand anderes seine Unterstellung eingesteht und sich bemüht die subjektiv richtige Entscheidung des Mächtigen zu befolgen. Würde niemand Befehle befolgen gäbe es nichts zu bestimmen ausserhalb seines eigenen Kreises. Es gäbe keine Machtkonzentration mehr...würde es funktionieren? Ja aber wie...müssen wir sinnvoll denken? Die Dynamik der freigelassenen Willensgemeinschaft ist chaotisch...wie währe es mit einem einzigen grossen Weltland? Eigenbestimmung? Was ist das richtige? Jeder wird sich das selbe fragen oder sich gar nicht erst darum kümmern, weil es niemand weis und für alle egal, solange das individuum wohl ist...solange können wir es ziehen lassen, solange werden wir uns selber vernichten...ist das die Bestimmung die wir zelebrieren? Wir ertrinken mit dem verplanen unserer Zeit, lassen unser Unterbewusstsein vergessen, unsere Gefühle verkümmern weil wir uns selbst die ganze Zeit passiv unterhalten lassen, solange irgendwo steht wann, wo und womit man da zu sein hat...das nennen wir Freizeit, gar Freiheit...wir alle sind dermassen eingesperrt von uns selber dass wir den Wechsel von Einzelzelle in Gruppenzelle mit einer Stunde Aussenaufenthalt als Befreiung empfinden...wir entdecken viel...doch werden wir intelligenter? Unsere Intelligenz haben wir selber definiert...alle Normen haben wir selber entwickelt ohne zu wissen ob sie richtig sind...wir vermuten die ganze Zeit ohne zu wissen... wir behaupten ohne Ahnung zu haben. Selbst die so offensichtliche Tatsache wie ein staubiger, mit Zigarettenstummeln vollgespickten Platz lässt mich nichts wissen, nur denken vermuten und inspirieren...auf der enttäuschenden suche nach Gewissheit lasse ich mich treiben...ich scheine mich damit abgefunden zu haben...ich weis es nicht!!

...ich wusste es nie...

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